Ehepaar Onnasch in Norwegen

Hallo alle zusammen!
Sabine und ich wollen Euch einmal einen kurzen Zwischenbericht über unsere Norwegenreise geben. Wir sind inzwischen schon auf der Rückreise an der "Norwegischen Riviera", die allerdings in diesem Jahr wegen des Wetters diesen Namen nicht verdient. Aber der Reihe nach.
Am 20. Juni sind wir durch den Nord-Ostsee-Kanal und die Eider nach Tönning motort und dann über List und Hvide Sande nach Thyborön gesegelt. Nordseesegeln war auch mal ganz schön, nur in Thyborön saßen wir dann drei Tage fest wegen Nord- und Nordweststurm mit viel Regen. Erst am 29.6. konnten wir starten und segelten über Nacht bei SW 5 bis 6 an Lista vorbei gleich bis Ana Sira. Dort besserte sich das Wetter endlich, was wir mit einer Radtour an dieser schönen fjordartigen Flussmündung genossen. Weiter ging es rasch über Tanager, Stavanger und Langevaag in den Hardangerfjord, dort zuerst nach Sundal mit traumhafter Wanderung zum Gletscher (Foto) und dem Besuch von Odda, dann weiter nach Norheimsund. Überall rauschende Wasserfälle von dem vielen Regen.
Dann weiter über Bergen auf dem inneren Weg in den Sognefjord, leider meist bei sehr schlechtem Wetter: kalt und regnerisch. Wir segelten bzw. motorten ganz hinein in den Naeröyfjord und den Aurlandsfjord (Gudvangen und Flåm) und hatten eine schöne Tour mit der Flåmbahn nach Mydral. Die Tour von Balestrand (Kaiser Wilhelms Sommerquartier,
Foto) zum Jostetalbreen-Gletscher war allerdings völlig verregnet.
Nach dem Besuch zweier alter Stabkirchen (Undredal und Hoppersted) segelten wir den 60 Meilen langen Sognefjord vor dem Wind sehr schnell wieder heraus und kamen über Fedje am äußeren Weg nach zehn Tagen erneut nach Bergen, diesmal bei Sonne.
Bei sehr wechselhaften Winden, Sonne und Regenschauern haben wir uns auf dem äußeren Weg über die schönen Häfen Kolbeinshamn, Espevaer und Skudeneshavn südwärts bewegt. Immerhin konnten wir am Strand(!) bei Skudenes einen warmen Sommertag verbringen. Dann war NW-Wind angesagt, also los. In zwei Tagen sind wir von dort über Egersund (55 sm) nach Mandal (weitere 66 sm) um die ungeschützte Küste gesegelt.
Danach wehte bei Lista und Lindesnes ein steifer Süd oder Südwest.
Gestern gings mit gereffter Genua bei SW 6-7 von Mandal nach Kristiansand durch die Steine. Dort war es im Hafen so unruhig, dass wir erst einmal an den Klippen einen windgeschützten Platz gesucht haben: 2 sm weiter westlich im Stokksund, ein wunderbarer Platz.
Wegen der grauslichen Wetterberichte (jetzt schon 3 Tage: SW-NW 7-9 in den Vorher-sagegebieten Fischer, Utsira und Skagerrak) haben wir uns auch gestern an die Klippen in Blindleia gelegt und sind nun heute bei Sonne und leichtem Südwind bis Arendal gesegelt. Gut, dass der Wetterbericht nicht stimmte! Wenn es bloß ein wenig wärmer wäre!
Also insgesamt gesehen geht es uns gut und wir haben viel gesehen.
Bine hat sich von ihrer Krankheit gut erholt. Nur das Baden und Sonnen kommt dieses Jahr zu kurz. Wir hoffen auf noch ein paar warme Tage auf dem Weg nach Kiel.